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Hausarbeiten
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In vielen Etappen während deines Studiums wirst du eine Hausarbeit schreiben müssen. Deswegen haben wir einige Tipps für dich zusammengestellt, die dich hoffentlich dazu bewegen eine super Note für deine Hausarbeit zu bekommen.

Problemfindung

Zuerst widmen wir uns dem Thema Problemorientierung. Bevor du eine Forschungsfrage aufstellst, beispielsweise am Ende der Einleitung deiner Hausarbeit, musst du begründen, warum diese relevant und wichtig ist. Aber wie schaffst du das? Der Ansatz, der dir wahrscheinlich als erstes in den Sinn kommt, und auch oft gelehrt wird, ist das Suchen nach einer Forschungslücke. Das bedeutet erst mal nichts weiter, als ein Thema, ein Phänomen oder ein theoretischer Zusammenhang in der existierenden Literatur nicht zu finden oder unterrepräsentiert ist. Um eine solche Aussage machen zu können, musst du natürlich jede Menge recherchieren und lesen. Nur so bekommst du ein vollständiges Bild der Debatte zu diesem Gegenstand in der Forschungsliteratur.
Eine Forschungslücke zu finden ist also schonmal nicht schlecht. Doch wenn du nicht aufpasst, trittst du hier ganz schnell in eine Falle. In wissenschaftlichen Arbeiten liest man immer wieder folgendes Argument: “Daran lässt sich erkennen, dass bisherige Forschung den Gegenstand X noch nicht ausführlich beschrieben oder empirisch erforscht hast. Deshalb lautet meine Forschungsfrage…”.
Nur weil ein Gegenstand bisher nicht erforscht wurde, heißt das nicht, dass er auch erforscht werden sollte. Du musst argumentieren, warum und für wen das wichtig wäre. Um auf eine wirklich relevante Forschungsfrage zu kommen und eine entsprechende Forschungslücke als wirklich wichtig herauszuarbeiten, brauchst du ein Problem. Neben Motivation, Relevanz und Forschungsfragen, wird es dir zusätzlich dabei helfen, den roten Faden deiner Arbeit von Anfang bis Ende ganz leicht zu entwickeln.

Was ist ein Forschungsproblem?

Ein Forschungsproblem ist eine Schwierigkeit, ein Widerspruch oder eine Wissenslücke, die noch nicht wissenschaftlich beackert wurde. Das Problem kann entweder praktischer oder theoretischer Natur sein.

Ein Beispiel für ein Forschungsproblem
Durch die COVID-19 Pandemie wurden Angestellte in vielen Branchen zwangsweise für viele Monate ins Home office geschickt. Dieser Umstand hat unweigerlich Auswirkungen auf die Unternehmenskultur. Alles, was wir über Unternehmenskultur wissen, entstand jedoch zu 99% vor dem Hintergrund klassischer Vorort-Arbeit.


Literatur scannen

Willst du wissenschaftlich arbeiten, musst du Entscheidungen treffen. Wann habe ich genug gelesen? Ist jetzt der Zeitpunkt, an dem ich genügend Daten gesammelt habe? Welche Methoden möchte ich anwenden? Beim Lesen ist es besonders tricky, denn lesen kannst du ohne Ende. Zu jedem Thema findest du eine Flut an Papern, manchmal sogar eine ganze Bibliothek an Büchern und Sammelbänden. Aus Angst, etwas zu verpassen oder etwas zu übersehen, finden viele hier kein Ende und kommen nicht zum Schreiben. Natürlich musst du viel lesen und je mehr du liest, desto besser bist du in der Lage eigene Gedanken zu Papier zu bringen. Doch hier gibt es einen sogenannten Point of diminishing returns. Dieser wird erreicht, wenn du noch ein Paper liest, aber der Wert für deine wissenschaftliche Arbeit nicht weiter steigt. Deshalb brauchst du eine pragmatische Strategie, wenn es ums Lesen geht.
Als erstes musst du dir Grenzen setzen. Du teilst deine Bearbeitungszeit durch 3. Hast du beispielsweise 3 Wochen Zeit für deine Hausarbeit, teilst du dir die erste Woche für Themenfindung, Recherche und Lesen, die zweite für Strukturierung, analytische Arbeit und fürs Schreiben, und in der letzten die Überarbeitung, Korrektur und Zitation ein. Nach Tag 7 rührst du einfach keine Quelle mehr an. Die Literatursichtung sollte dann abgeschlossen sein, damit du in den darauffolgenden Wochen Fortschritt machst.

Einen Blick in die Vorlesungsfolien des Moduls Wissenschaftliches Arbeiten lohnt sich hier. Dort werden weitere Methoden des Zeitmanagement, wie beispielswiese das Pareto-Prinzip oder auch 80/20-Prinzip vorgestellt, mit denen du dir deine Zeit effizient einteilen kannst.